Der Bullterrier Entstehung

Portrait des Bull Terriers

Nach dem Verbot der grausigen Hundekämpfe zur Mitte des 19. Jahrhunderts suchten Züchter der Bull and Terrier und Bulldogs nach neuen Aufgaben für ihre Hunde. James Hinks aus Birmingham gilt als "Erfinder" des Bullterriers. Er kreuzte den "Bull-and-Terrier" genannten, derben Hund aus den alten Kampflinien mit anderen Rassen, um einen eleganten, intelligenten und physisch ausdauernden Begleithund, ein "Fashion Accessoire" für die Gentlemen der Englischen Mittelschicht zu kreieren. Obwohl in den letzten 3 Jahren sehr viele Aufzeichnungen über James Hinks gefunden wurden, sind diese vom Zuchtprogramm lückenhaft. Es ist aber bekannt, dass er Dalmatiner und White English Terrier einkreuzte. Als einzigartiges Ergebnis höchster Zuchtkultur nannte er die neue Rasse "Bullterrier". Sehr Empfehlenswert sind hiezu die englischsprachigen Bücher "Pity me!" und "James Hinks, Master Craftsman", beide von Kevin Kane, in denen alles über die wahre Entstehung des Bullterriers zu finden ist - und nicht Märchen und Überlieferungen, die dem Bullterrier bislang das Stigma des so genannten "Kampfhundes" aufgedrückt haben.

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James Hinks

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Hinks Kennels

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Carlton Hinks

Weltweit waren die unglaublichen physischen Qualitäten dieses Haustieres bekannt, genauso bekannt war aber auch des Bullterriers einzigartige Menschenliebe.

Bei solchen physischen und psychischen Anlagen war es kein Wunder, dass sich großartige Persönlichkeiten dieser außergewöhnlichen Rasse annahmen, um ihr völlig neue Lebensziele zu eröffnen. In allen Ländern zogen besonnene Züchter jeden Bullterrier aus der Zucht, der nur ansatzweise einen Hang zum Raufen zeigte und solcherart konnte allmählich das menschenfreundliche, zutrauliche Wesen die Rauflust verdrängen und im Charakterbild des Bullterriers die Oberhand gewinnen.

Im Rahmen dieser höchst erfreulichen Bemühungen vollzog sich gleich die nächste Sensation, die man in der Kynologie nicht hoch genug bewerten kann: es gelang mit dem Bullterrier, der vorher wie viele andere Hunderassen kupiert wurde, einen Hund mit Stehohr zu züchten. Bei vielen weit mehr verbreiteten Hunderassen ist das Kupieren bis heute nötig, um das gewünschte Erscheinungsbild zu verleihen – wer die immer wieder aufflammende Diskussionen darüber verfolgt, weiß diese Zuchtleistung beim Bullterrier richtig zu bewerten.

Von seinem bemerkenswerten Aussehen abgesehen hat der heutige Bullterrier zudem alle Vorzüge eines zuverlässigen Begleit- und Familienhundes. Er ist als Sportkamerad beim Wandern oder Laufen äußerst bewegungsfreudig, aufgrund seiner urbanen Herkunft kein Jäger, zu Hause ein anhänglicher, kinderfreundlicher Mitbewohner und auch auf dem Abrichteplatz nicht untalentiert, wie so mancher "geprüfte" Bully beweist. So wurde dieser einzigartige Hund, von dem es auch eine reizende Miniatur-Ausführung gibt, die ihrem größeren Spiegelbild in nichts nachsteht, zu "the quality of having it", der sich offenbar auch Prinzessin Anne nicht entziehen konnte, die seit Jahren eine BT-Hündin hält.

Mögen die Medien mit ihrem Kampfhund nun einer politischen Fehlinterpretation aufgesessen sein, so hat der Volksmund, der gerne scherzhaft vom "Schweinehund" spricht, unwissentlich ein Quäntchen Wahrheit getroffen: in unserer Kultur gilt das Schweinchen als Glücksbringer. Kein Lebewesen bringt durch seinen Charme, sein Talent zur Komik, seine Liebenswürdigkeit und seine Treue mehr Glück ins Haus als der Bulli.

In Österreich betreut der ÖBTC diese außergewöhnliche Rasse unter dem Motto "Numquam solus vades" – Du wirst niemals alleine gehen! Und das hat doppelte Bedeutung. Auf der einen Seite dieser Hund als wunderbarer Lebenskamerad, auf der anderen Seite eine Organisation, die durch Kompetenz und Einsatzfreude jedem Mitglied einen Freundeskreis mit allen erdenklichen Hilfestellungen bietet.

Hervorragende Züchter, die sich dem Anspruch dieser bemerkenswerten Rassen verpflichtet fühlen, sind mit österreichischen Bullterriern in den Ringen Europas immer wieder höchst erfolgreich. Sie präsentieren einen dem Flair ihrer Heimat besonders nahestehenden Akzent – den "weißen Kavalier", in Anlehnung an die bei uns und weltweit geschätzten Lipizzaner.

Wenn Sie mehr über solche Kavaliere wissen wollen, die nicht unbedingt weiß sein müssen, wenden Sie sich an den ÖBTC und besuchen Sie seine Veranstaltungen.

 

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Pitty Me!

 

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James Hinks, Master Craftsman